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Kein klares Finale – Bamberg gegen Oldenburg

03.06.2017 || 16:33 Uhr von: , ,
BBL Finale 2017
Rickey Paulding und die EWE Baskets Oldenburg treffen im BBL-Finale auf den Favoriten Brose Bamberg. Wie lief das Duell in den letzten zehn Jahren? Was sind die Schlüsselduelle? Was sagen die Zahlen? Auf wen tippen die basketball.de-Redakteure?

Rückblick Playoff Historie

Wer als Fan der Basketball Bundesliga einen Rückblick wagt, der hat es oft nicht leicht. Nicht nur, dass alte Statistiken fehlen, es fehlen auch prägende Akteure. So kann das Duell zwischen Berlin und Bonn oder zwischen Bamberg und Oldenburg zwar vielleicht als Mutter aller Spiele gelten, es wird geschrieben von zwei alten Rivalen, die aufeinandertreffen, verbunden durch eine lange Geschichte voller hochklassiger und spannender Playoff-Schlachten. Die Sprache wandert dann schnell ins Kriegerische. Aber auf dem Feld stehen doch nur junge Amerikaner, ein Jahr hier, vorher nie von Bonn gehört, im nächsten Jahr wieder weg. Oder junge Deutsche, in einem Jahr beim einen, im nächsten Jahr beim anderen Verein.

Bamberg gegen Oldenburg ist anders. Das hat mit dem einen Spieler zu tun, der Lobgesängen gar nicht entkommen kann in diesen Wochen: Rickey Paulding. Und so beginnt dieser kurze Rückblick im Jahr 2007, Rickey Pauldings erster Saison in Deutschland. Für Bamberg stehen damals Ivan Pavic und Mark Dickel im Kader, es fühlt sich an, als wäre das eine Ewigkeit her. Bamberg muss als amtierender Meister im Viertelfinale gegen Oldenburg ran. Die ‚Donnervögel’ spielen stark, gewinnen die Serie mit 3-1 und beenden damit die Bauermann-Ära. Im Halbfinale ist zwar Schluss gegen Berlin, aber die Oldenburger sind auf dem Vormarsch. Ich erinnere mich, dass ich mit meiner Familie im Auto saß, es lief Radio Bamberg. Der Moderator sagte das Ergebnis nochmal durch und erst da begriff ich, dass die Saison zu Ende war. Aus, vorbei. Im Viertelfinale. Die Radio-Durchsage war endgültig, der vor uns liegende Sommer so lang. Dieser Moment ist geblieben. Rickey Paulding auch.

Im nächsten Jahr traf Bamberg erst im Halbfinale auf Oldenburg. Chris Flemings Team hatte eine lange Lernkurve hinter sich, aber Oldenburg war zu gut. Rickey Paulding war zu gut. Mein Bruder suchte damals leidenschaftlich nach möglichen Verstärkungen für Bamberg, und ich erinnere mich, dass er sagte: „Paulding wäre perfekt.“ Paulding hatte wohl aber ein Angebot aus Barcelona, und wie sollte Bamberg da mithalten? Am Ende der Playoffs hielt Paulding dieses hässliche Meisterbrett in seiner Hand, den Pokal gab es damals noch nicht. So lange ist das her. Anschließend begann der Bamberger Aufstieg unter Chris Fleming, mein Bruder sprach noch ab und zu von Paulding, aber es deutete sich schon an: Da hatte einer sein Zuhause gefunden.

BBL Finale 2017 Bamberg - Oldenburg

Im Jahr 2013 schließlich folgte der große Showdown im Finale. Boki Nachbar, Sharrod Ford und Chris Fleming gegen, natürlich, Rickey Paulding. Wenn der US-Amerikaner in fremden Hallen einlief, fanden sich immer ein paar Fans, die klatschten, auch in Bamberg. Das ist sein Alleinstellungsmerkmal. Die Haare waren schon weniger geworden, das Alter machte sich langsam bemerkbar, das dachte man damals zumindest. Mit Rückenbeschwerden musste er daheim bleiben, im zweiten Spiel erzielte er lediglich drei Zähler. Trotz eines Vorsprungs von 19 Punkten konnte Oldenburg das Spiel nicht gewinnen. Ich stand damals oben auf der Auswärtstribüne, in der großen Arena nebenan wählten sie die schönste Kuh Deutschlands (Ein Omen für 2017?). Beim Einlauf in der heimischen Halle lassen sich die Fanlieblinge heraushören, Gavel und Jacobsen waren das in Bamberg, aber die Lautstärke des Applauses für Paulding war schlichtweg auf einem anderen Level. Welcome to Pauldingburg. Mit 3-0 holte sich Bamberg am Ende den Titel, die Differenz betrug in keinem Spiel mehr als drei Punkte.

Das durfte aber nicht das letzte Wort bleiben. Und so folgte später das Pokalfinale 2015 in Oldenburger Halle. Trinchieri war Bambergs dritter Trainer seit Paulding, sein Team spielte hervorragend, aber in diesem Spiel setzten sich die ‚Donnervögel‘ durch. Die Partie wurde live im ZDF übertragen. Paulding hatte der Meisterschaft nun auch den Pokaltitel hinzugefügt, mehr geht nicht bei einem Verein wie Oldenburg. Das hätte es nun eigentlich gewesen sein können, es kamen neue, hungrige Spieler nach. Chris Kramer zum Beispiel.

Aber dann trifft Pauldingburg im Halbfinale 2017 auf Ulm, von denen sie im Jahr zuvor im Viertelfinale geschlagen wurden. Und Paulding wirft und wirft, einen Meter hinter der Linie, zwei Arme im Gesicht, aus der Bewegung, aus dem Post-up, nach dem Steal. Er wirft und trifft und wirft und trifft und dann wechselt Drijencic ihn aus und er kommt wieder rein und bekommt den Ball erneut und wirft und trifft. So einen Spieler zu haben, ist nicht nur für Oldenburg ein Glücksfall, es ist ein Glücksfall für Basketballdeutschland. Rickey Paulding ist die Konstante in einer Liga, an deren Topscorer man sich nach drei Jahren kaum noch erinnern kann.

Nun folgt das Finale gegen Bamberg. Das Bundesliga-Heimspiel haben die Brose-Basketballer nur knapp für sich entschieden, in Oldenburg gewannen sie deutlich. Aber Oldenburg hat einen Lauf. Und vor allem haben sie ihn: Rickey Paulding.

Schlüsselduelle

Wer stoppt diesen Rickey Paulding? Die Oldenburger Legende spielt überragende Playoffs und hat das Team vor allem im Halbfinale gegen Ulm getragen. In wichtigen Momenten ist der Ball in Pauldings Händen und bisher war er in diesen auch die Zuverlässigkeit in Person. Mit 18,0 Punkten pro Partie ist er der Topscorer aller verbleibender Akteure der Finalserie. Auf Seiten der Bamberger werden vermutlich Fabien Causeur oder Darius Miller die Verteidigung des ewig jung Gebliebenen übernehmen.

BBL Finale 2017 Bamberg - Oldenburg

Neben Paulding ist Center Brian Qvale die zweite Option im Oldenburger Offensivspiel. Immer wieder wird Qvale von seinen Mitspieler ins Szene gesetzt und agiert dabei meistens im Low-Post oder als rollender Spieler im Pick and Roll. Gegen Bayern zeigten die Big Man der Bamberger, dass sie auch gegen klassische Center wie Maik Zirbes excellent verteidigen können. Obwohl Leon Radosevic, Daniel Theis und Nicolo Melli bei Größe und Gewicht gegenüber Brian Qvale etwas im Nachteil sind, haben sie definitiv das Zeug den Oldenburger Center auszuschalten.

Wer sich für tiefere Taktik-Analysen interessiert: 

BBL-Finals: Siebener Rotation

Ein Blick in die Statistiken

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  • Mit  http://southamptonfreelibrary.org/bodybuilding-steroids-tablets bodybuilding steroids tablets 42,6% dianabol ingredients Dreierquote ist Brose Bamberg die treffsicherste Mannschaft der Playoffs. Fallen beim Titelverteidiger die Würfe von außen, so nutzt er die entstehenden Räume durch die starke Ballbewegung wie kein zweites Team in Deutschland und ist dann so gut wie nicht zu verteidigen.
  • buy Adobe Creative Suite 4 Web Premium 36 Ballverluste leisteten sich die Bamberger in den drei Spielen gegen den FC Bayern Basketball. Allein 16 waren es in Spiel 2, in dem Brose Bamberg lange Zeit einem Rückstand hinter her lief. Im Finale müssen die Ballverluste reduziert werden.

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  • buy steroids legit 18,7 Assists pro Spiel. Nicht Bamberg, sondern Oldenburg führt diese Playoff-Statistik an. Ein Ausdruck dessen, wie gut die Mannschaft harmoniert. Jeder bleibt innerhalb seiner Rolle, aber traut sich gleichzeitig die Anspiele seiner Mitspieler zu verwerten. Besonders wichtig dabei war, dass auch die deutschen Rollenspieler von der Bank, wie Dennis Kramer, Jannik Freese und Dominic Lockhart, ebenfalls Mumm gezeigt haben. Das muss weiterhin der Fall bleiben.
  • methandienone legal uk 21 Rebounds pro Saisonspiel gegen Bamberg. Den Süddeutschen ist bewusst, wie wichtig es gegen Oldenburg ist, trotz möglichen Größennachteilen, den Rebound zu beherrschen. Hier werden die EWE Baskets eher die Zahl 30 erreichen müssen.
  • http://narissadoumani.com/oem/cheap-intuit-quicken-2015-mac.html cheap intuit quicken 2015 mac Pace. Gegen Ulm noch ein Erfolgsrezept, wird sich Oldenburg gegen Bamberg nicht darauf verlassen können, dass sie im langsamen Halbfeldspiel Vorteile haben. In der Saison hielten die Brose Baskets Oldenburg bei http://www.flexmail.eu/steroid/21/dianabol-best-brand.html dianabol best brand 65,4 Ballbesitzen pro Spiel. Gegen keinen anderen Gegner hatten sie weniger.

BBL Finale 2017 Bamberg - Oldenburg

Prognose

http://www.nursesnow.com.au/oem/cheap-autodesk-navisworks-simulate-2017.html cheap Autodesk Navisworks Simulate 2017 Simon: Ohne eine Chance sind die Oldenburger angesichts ihres Playoff-Runs sicherlich nicht. Dennoch geht Brose Bamberg mit Heimvorteil und als klarer Favorit in die Finalserie um die Deutsche Meisterschaft. Vielleicht gelingt es den EWE Baskets ähnlich wie Bonn im ersten Spiel der Playoffs, die ausgeruhten Bamberger auf dem falschen Fuß zu erwischen. Ansonsten dürfte für den Herausforderer aus Oldenburg gerade in der Brose Arena nichts zu holen sein. Bamberg ist gewarnt und geht nach dem Erfolg über den FC Bayern Basketball mit breiter Brust ins Finale. Das Szenario des letzten Finales zwischen Bamberg und Oldenburg könnte sich wiederholen. Extrem enge Spiele aber am Ende ein  http://narissadoumani.com/oem/buy-online-adobe-creative-cloud-design-tools-all-in-one-for-dummies.html buy online adobe creative cloud design tools all in one for dummies 3-0 für Brose Bamberg.

http://southamptonfreelibrary.org/anapolon-steroids anapolon steroids Eduard: Die Oldenburger müssen ihr erstes Heimspiel gewinnen und ähnlich wie beim Rekord-Comeback gegen Ulm in Spiel zwei ein Schlüsselereignis erzwingen, das beiden Teams deutlich macht, dass Oldenburg in der Lage ist das Niveau eines Euroleague-Teams zu matchen. Bamberg hat zuletzt gegen Top-Teams nicht so oft dominiert, wie es den Anschein machen könnte. Die EWE Baskets werden dennoch drei fast fehlerfreie Spiele brauchen, um die Serie für sich entscheiden zu können. Daher ist ein 3-1 für Bamberg realistisch, aber Oldenburg hat ebenfalls gezeigt, dass sie für eine Überraschung gut sind.

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