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Liebes TOP FOUR…

14.02.2017 || 15:50 Uhr von:
In "MfG Simon" greift Simon Linder jeden Dienstag ein Thema des deutschen Basketballs auf und schreibt einen Brief – heute zum TOP FOUR am kommenden Wochenende.

Liebes TOP FOUR,

kommendes Wochenende ist es mal wieder soweit: Die Endrunde um den BBL-Pokal findet statt. Ich könnte die Zeilen hier nun nutzen, um den Modus zu diskutieren. Das habe ich aber letztes Jahr schon getan. Heute möchte ich erst einmal loben: Denn ein Wochenende, an dem mit vier Mannschaften in Halbfinals und Finale ein Titel ausgespielt wird, ist eine gute Sache.

Perfekte Voraussetzungen für ein perfektes TOP FOUR?

Beim TOP FOUR treten kommenden Samstag und Sonntag in Berlin der Meister, der Klub mit den meisten Sympathisanten, der Hauptstadtverein und ein Underdog in der größten Basketball-Arena Deutschlands an. Dazu zeigt Telekom Basketball alle Spiele auch für Nicht-Abonnenten kostenlos, parallel laufen die beiden Halbfinals und das Finale im Fernsehen auf ProSieben MAXX und zusätzlich noch bei ran.de. So weit, so gut. Aber es gibt ein Problem.

Denn am Wochenende wird nicht nur in Berlin Basketball gespielt. Auch in Quakenbrück, Rostock, Chemnitz, Crailsheim, Trier und anderswo werden Pflichtspiele ausgetragen. Allein in den fünf genannten Städten werden insgesamt 10.000 Menschen in den Hallen sitzen und teilweise parallel zu Partien des TOP FOUR Basketball gucken. Durch die anderen ProA- und ProB-Spiele werden nochmals insgesamt 7.000 Fans in den Hallen verteilt sein.

Sich selbst ein Bein gestellt

Selbst die easyCredit BBL trägt am Finaltag zwei ganz normale Ligaspiele aus: Bonn und Würzburg sowie Jena und Göttingen duellieren sich am Sonntag ab circa einer Stunde nach Ende des Pokalfinals. Im Bonner Telekom Dome und in der Jenaer Sparkassen-Arena werden so nochmals insgesamt 8.000 Fans beim Basketball sein. Kurzum: Circa 25.000 Basketballfans fallen – zumindest für einen Teil der vier Spiele des TOP FOUR – als Zuschauer weg.

Bei allem Verständnis für die vielen Schwierigkeiten bei der Erstellung des Spielplans: Das darf einfach nicht sein. Am kommenden Wochenende finden die für den neutralen Zuschauer – nach den BBL-Finals – wohl attraktivsten Spiele der Saison statt, und ein ordentlicher Teil der basketballinteressierten Basis sitzt selbst in der Halle.

Wenn der Pokal ausgespielt wird, muss der Ball in allen anderen Hallen ruhen – wenigstens der Basketball. Die Aufmerksamkeit muss voll auf das TOP FOUR gerichtet sein. Denn wenn wir schon nicht ganz Basketballdeutschland vor den Fernseher kriegen, wie sollen dann die begeistert werden, die noch keine Fans sind?

Wie lange macht ProSieben MAXX noch mit?

Meine Sorge ist, dass die Einschaltquoten bei ran Basketball auf ProSieben MAXX beim TOP FOUR wieder genauso enttäuschend sein werden, wie sie über große Teile der Saison hinweg beim Magazin easyCredit Crunch Time und bei den EuroCup-Übertragungen schon sind. Und dass der Sender danach entscheidet, dass Basketball in Zukunft nicht mehr übertragen wird. Es ist auch nicht garantiert, dass das luxuriöse Angebot von Telekom Basketball nach 2018 weiterhin besteht. Auch hier droht möglicherweise mittelfristig ein Ende, was einen Rückfall in Zeiten bedeuten würde, die schon lange überwunden schienen.

Damit das nicht passiert, muss Basketballdeutschland jetzt anfangen, sein Gesicht zu zeigen: Schaltet die Übertragungen am Wochenende ein, motiviert Freunde, das auch zu tun, trefft euch am Samstag zum Halbfinalmarathon und am Sonntag zum Finalbrunch. Und teilt das alles über die Sozialen Medien mit! Macht das TOP FOUR in den nächsten Tagen zum Gesprächsthema und so am Wochenende zu einem Erfolg. Vergesst bis Sonntagabend den Modus und erfreut euch an hoffentlich vier tollen Partien von vier tollen Teams. Es wird klasse!

MfG Simon


In „MfG Simon“ greift basketball.de-Redakteur Simon Linder jeden Dienstag ein Thema des deutschen Basketballs auf – und schreibt einen Brief. Über Lob, Kritik und Kommentare freut er sich – wenn Ihr ihn kontaktieren wollt, geht das am besten über Twitter (@SimonLinder). Wenn Ihr lieber eine Mail schreiben möchtet, erreicht Ihr ihn unter simon.linder(at)basketball.de.

Liebes TOP FOUR…
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