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Bayreuths Buzzerbeater Brooks

19.03.2017 || 10:24 Uhr von:
De'Mon Brooks, medi bayreuth
Es war ein Spiel auf Messers Schneide. De'Mon Brooks machte mit der letzten Aktion und dem Buzzerbeater den Sieg für medi bayreuth über die WALTER Tigers Tübingen perfekt.

Wer dieses Spiel verpasst hat, sollte das dringend bei Telekom Basketball nachholen. Intensität, Führungswechsel, Clutch-Dreier und ein Buzzerbeater machten den Fight zwischen medi bayreuth und den WALTER Tigers Tübingen zu einem wahren Krimi, bei dem die Oberfranken am Ende den längeren Atem hatten.

Tiger mit viel Biss in Bayreuth

Wer dachte, dass Tübingen nur eine Durchgangsstation sein würde für die Bayreuther, die noch vergangene Woche Göttingen mit über 30 Punkten dominierten, sah sich getäuscht. Die Tigers machten ein starkes Spiel und insbesondere in der ersten Hälfte konnte Bayreuth die hohe Intensität nicht matchen. Im dritten Viertel lag Bayreuth gar mit 13 Punkten hinten, konnte aber durch einen wilden Dreier von Trey Lewis, Buzzerbeater Nr. 1, in Führung gehen.

Tübingen war aggressiver als wir am Anfang. Dabei ist das eigentlich unser Ziel. In der Halbzeit haben wir gemerkt, dass wir mit einer anderen Mentalität spielen müssen. Das haben wir dann in der zweiten Halbzeit umgesetzt. Wir haben einen Kampf geliefert. Am Ende des Spiels haben beide Teams verrückte Würfe getroffen. Im Endeffekt waren wir die Glücklicheren mit dem letzten Play, das wir gemacht haben. Beide Teams hatten es verdient zu gewinnen. Aber wir konnten uns mit dem Sieg davonstehlen. (David Gonzalvez)

Im letzten Spielabschnitt wechselte die Führung dann hin und her. In der letzten Minute überschlugen sich dann die Ereignisse. 25 Sekunden vor Schluss sah Bayreuth schon wie der sichere Sieger aus, als zwei medi Spieler dem Rebound von Jared Jordans Wurf hinterher sprangen. Der Ball landete allerdings irgendwie bei Gary McGhee, der den völlig freien Julian Washburn unter dem Korb bediente. Tübingen schickte daraufhin Lewis an die Linie, der wieder auf vier Punkte Abstand stellen konnte.

Trey Lewis, Anderson (medi bayreuth) | Buzzerbeater

Buzzerbeater-Wahnsinn

Tübingen nimmt die Auszeit und Alvaro Munoz trifft einen schweren Dreier aus der Ecke mit Brett (!) ohne Ansagen. Anschließend wird wieder Lewis an die Freiwurflinie geschickt. Er verwirft allerdings den zweiten Freiwurf und Barry Stewart, der überragende Spieler an dem Abend auf Tübinger Seite, trifft den nächsten unmöglichen Dreier, wieder mit Brett (!). Auf einmal führen die Gäste 0,9 Sekunden vor Schluss wieder mit einem Punkt.

Tübingen hat ein starkes Spiel gemacht und wir haben uns schwer getan, die Intensität zu matchen. Ab Mitte des dritten Viertels haben wir Kampfgeist bewiesen und haben an uns geglaubt. Wir haben dann viele Kleinigkeiten richtig gemacht und uns zweite Chancen erarbeitet. (Bastian Doreth)

Bayreuths Coach Raoul Korner rief seine Burschen zur letzten Auszeit und zeichnete ein Play für De’Mon Brooks auf. Nate Linhart spielte den Ball unter den Korb, wo Kyan Anderson seinen Teamkameraden frei blockte. Der konnte dann am Brett mit der letzten Aktion und dem Buzzerbeater den 82:81-Sieg für seine Mannschaft sichern. In der Oberfrankenhalle gab es daraufhin kein Halten mehr.

Ich habe nur das Play ausgeführt. Nate hat einen tollen Pass gespielt. Kyan hat einen tollen Block für mich gestellt. Dann haben sie geswitcht. Dann kam der Ball von Nate geflogen, ich habe ihn gefangen und hatte zum Glück noch genug Zeit den Wurf loszuwerden. Unser Coach hat uns ein tolles Play aufgezeichnet. (De’Mon Brooks)

Viel Respekt für Tübingen

Für Tübingen war es ein bitterer Abend. Trotz starkem Spiel und 13 Punkten Vorsprung konnten die Schwaben den Sieg nicht aus Bayreuth entführen. Für die überraschend starken Tiger hatten sowohl Coach als auch Spieler von medi bayreuth viel Lob übrig. Tröstende Worte, die man als Spieler nach dem Spiel sicher nicht hören mag, aber eine Leistung, auf der sie für den Rest der Saison aufbauen können. Und ein gutes Zeichen dafür, dass Tyron McCoy, dessen Vertrag um zwei Jahre verlängert wurde, der richtige Mann an der Seitenlinie ist.

Am Ende war es natürlich auch Glück. Barry Stewart hätte es sicher auch verdient gehabt, das Spiel zu entscheiden. Er hat ein Wahnsinnsspiel gemacht. Aber dass wir am Ende das Spiel so gewinnen, zeigt, dass wir als Mannschaft soweit sind, dass wir die knappen Spiele gewinnen können und genügend Selbstvertrauen haben. (Bastian Doreth)

Für den Charakter der Gäste spricht auch, dass sich der potentielle Man of the Match Stewart nach dem bitteren Ende stellt und die Niederlage bzw. den letzten Korb trotz überragender Leistung auf seine Kappe nimmt.

Beim letzten Play habe ich den Fehler gemacht. Wir sollten switchen. Ich bin aber auf den Steal gegangen und habe ihn nicht bekommen und sie haben dann den Korb gemacht. (Barry Stewart)

Ausblick

Bayreuth hat mit diesem wichtigen Last-Minute-Sieg durch den Buzzerbeater von Brooks einen wichtigen Schritt Richtung Platz vier gemacht, zumal gleichzeitig Bonn in Bremerhaven und Berlin in Ulm verloren haben. Am kommenden Wochenende folgt für die Oberfranken das nächste „Vier-Punkte-Spiel“ in Berlin.

Im Hinblick auf Platz vier ist noch gar nichts gegessen. Wir haben ein wichtiges Spiel in Berlin, die darf man nie abschreiben. Es wäre natürlich schön, wenn wir Platz vier haben. Aber dann werden die Karten neu gemischt. Deshalb dürfen wir das große Ganze nicht aus den Augen verlieren und müssen an unseren Schwächen arbeiten und uns weiterentwickeln. (Bastian Doreth)

Robin Amaize befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung und kann möglicherweise schon in der kommenden Woche zumindest wieder in das Mannschaftstraining einsteigen.

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