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Bankdrücker wird All-Star

21.12.2007 || 00:00 Uhr von:

Ganze 4,9 Punkte pro Spiel erzielt Jan Rohdewald in dieser Saison für seine Artland Dragons. Der 34-Jährige (Foto) steht gerade 12 Minuten auf dem Parkett. Doch seine Beliebtheit bei den Fans können diese Zahlen nicht annähernd ausdrücken. Es waren wohl vor allem die Drachen-Anhänger, die dem Routinier seinen ersten All-Star-Auftritt bescherten. 15.000 Stimmen wurden bei der Wahl der Besten aus Nord und Süd abgegeben. Als Small Forward für den Norden erhielt Rohdewald den meisten Zuspruch. Dragons-Geschäftsführer Marko Beens kommentierte die Überraschung mit Humor: ?Das ist für Jan ein bisschen so wie der Oscar fürs Lebenswerk.?

Bei All-Star-Day am 19. Januar in Mannheim läuft für den Norden zudem das Alba-Trio Bobby Brown, Julius Jenkins und Patrick Femerling auf. Die Starting Five komplettiert Aleksandar Nadjfeji von den Köln 99ers. In der Südauswahl stehen drei Spieler vom Meister Brose Baskets Bamberg. Steffen Hamann und Darren Fenn vertreten die Franken, ebenso wie Demond Greene, der mit 39,7 Prozent aller Stimmen zum besten Shooting Guard im Süden gewählt wurde. Ulms Konrad Wysocki und Derrick Allen von den Deutsche Bank Skyliners Frankfurt bekamen mit dem Ticket nach Mannheim ebenfalls eine Belohnung für ihre bislang starke Saison.Trainer für den Norden ist Luka Pavicevic vom Tabellenführer Alba Berlin. Den Süden coacht Bambergs Dirk Bauermann.


Der Norden

Point Guard: Bobby Brown, Alba Berlin (22,1 Prozent aller Stimmen)

Brown erzielt für Tabellenführer Berlin im Schnitt 15,4 Punkte und verteilt 4,2 Assists. In beiden Kategorien gehört der US-Amerikaner zur Top-10 der BBL. Eigentlich als Bankspieler verpflichtet, avancierte der 23-Jährige durch den Kreuzbandriss von Goran Jeretin zum Alba-Leistungsträger.

Shooting Guard: Julius Jenkins, Alba Berlin (30,7 Prozent)

Browns Backcourt-Partner Jenkins gehört in dieser Saison wieder zu den zuverlässigsten Punktelieferanten der Liga. Mit 16,7 Punkten pro Spiel ist er viertbester BBL-Scorer.

Small Forward: Jan Rohdewald, Artland Dragons (15,9 Prozent)

Quakenbrücks Schütze vom Dienst versenkte in dieser Saison 45 Prozent seiner Dreipunkteversuche (18 von 40). Seine Zweipunktekonto ist eher übersichtlich: Ganze sechs Mal versuchte er sich innerhalb der 6,25-Meter-Halbkreises.

Power Forward: Aleksandar Nadjfeji, Köln 99ers (23,2 Prozent)

Mit durchschnittlich 13,9 Punkten, 5,5 Rebounds und 3,6 Assists ist ?Sasa? auch in dieser Saison Kölns Lebensversicherung. Nadjfeji ist wohl der abgezockteste Spieler der Liga.

Center: Patrick Femerling, Alba Berlin (29,5 Prozent)

Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft spielt mit 12,2 Punkten und 4,9 Rebounds bislang eine überzeugende Saison. ?Socke? kehrte im Sommer nach sieben Jahren im Ausland in die BBL zurück.

Trainer: Luka Pavicevic, Alba Berlin

Da die Berliner bis zum 19. Januar auf jeden Fall das beste Nord-Team in der Tabelle sein werden, sitzt Pavicevic auf der Bank der Auswahl. Da darf der Disziplinfanatiker in Sachen Gameplay ruhig mal fünfe gerade sein lassen.


Der Süden

Point Guard: Steffen Hamann, Brose Baskets Bamberg (24,8 Prozent)

Der Nationalspieler macht im Schnitt 9,7 Punkte bei einer starken Quote von 59 Prozent aus dem Feld. Nebenbei verteilt der 26-Jährige 3,9 Assists pro Partie.

Shooting Guard: Demond Greene, Brose Baskets Bamberg (39,7 Prozent)

Zum ersten Mal seit seiner Zeit in Leverkusen punktet Greene wieder im Schnitt zweistellig (10,8 PpS). Nach seiner gruseligen Fußverletzung im Winter und dem Abschied aus Berlin dürfte der Zuspruch der Fans Balsam auf der Seele des Nationalspielers sein. Kein Spieler erhielt so viele Stimmen wie Greene.

Small Forward: Konrad Wysocki, ratiopharm Ulm (23,4 Prozent)

Ulms Energiebündel greift sich in dieser Saison durchschnittlich 9,9 Rebounds pro Spiel (Platz 2 in der Liga) und netzt 13,3 Punkte bei einer starken Feldquote von 61 Prozent ein. Der Anruf von Nationaltrainer Dirk Bauermann ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Power Forward: Derrick Allen, Deutsche Bank Skyliners (23,7 Prozent)

Hier ging es am knappsten zu: Ganze 0,45 Prozent Vorsprung hatte BBL-Topscorer Allen (22,2 PpS, Foto) am Ende vor dem besten Rebounder der Liga, Ulms Jeff Gibbs (10,5 RpS). Allen greift auch satte 9,3 Abpraller pro Partie ab.

Center: Darren Fenn, Brose Baskets Bamberg (20,9 Prozent)

Der Bamberger holt in dieser Saison 11,4 Punkte und 5,5 Rebounds pro Spiel. Der 2,08 Meter lange Bigman trifft außerdem stolze 47 Prozent seiner Dreipunktewürfe (20 von 43).

Trainer: Dirk Bauermann, Brose Baskets Bamberg

Die Bamberger stehen vor dem All-Star-Day ebenfalls schon als bestes Süd-Team fest. Für Bauermann ist es nach 2005 und 2006 die dritte Nominierung.

Wer rückt nach?

Die beiden Trainer dürfen nun noch jeweils sieben Spieler für ihre Mannschaften nominieren. Dabei muss nach der Abmachung der BBL von jedem Team mindestens ein Spieler in Mannheim vertreten sein. Ein Verein darf außerdem maximal drei Akteure stellen. Damit ist das Berliner und das Bamberger Kontingent bereits erschöpft.

Eine Nominierung sicher haben dürften Tim Black (Paderborn Baskets, für den Norden) und Jeff Gibbs (ratipharm Ulm, für den Süden). Heiße Kandidaten sind außerdem im Norden Adam Chubb (Artland Dragons), Immanuel McElroy (Köln 99ers), Jasmin Perkovic (EWE Baskets Oldenburg) und Andrew Drevo (New Yorker Phantoms Braunschweig). Im Süden dürfen sich Brandon Woudstra (EnBW Ludwigsburg), Jason Conley (Telekom Baskets Bonn), Rasko Katic (Walter Tigers Tübingen) und Rouven Rössler (Giessen 46ers) berechtigte Hoffnungen machen.

Gestopft wird auch noch?

Die Fans wählten außerdem die sechs Profis, die beim Slam Dunk Contest gegen sechs Amateur-Springer antreten werden. Es sind Konrad Wysocki, Paul Johnson (Artland Dragons), Corey Rouse (Giessen 46ers), Ray Nixon (Walter Tigers Tübingen), Jahmar Thorpe (BG 74 Göttingen) und Jimmi Hunt (Deutsche Bank Skyliners). Den Fans einzuheizen ist in Mannheim die Aufgabe des Alba Berlin Dance Teams.

Bankdrücker wird All-Star
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presidentsamy
presidentsamy 21. Dezember 2007 um 23:12 Uhr

… und wieder einmal wird das image-problem der bbl an zwei aspekten deutlich:
nur bekannte spieler, vorrangig deutsche, werden zu allstars. die anderen sind seit jahren für ihr team (oder in der bbl) spielende leistungsträger.
amis die ein, zwei jahre lang 20 punkte in der bbl abreißen, werden oftmals nicht berücksichtigt (völlig zu recht).
zweitens ist die wahlbeteiligung erschreckend gering…

Deansteven
Deansteven 22. Dezember 2007 um 11:09 Uhr

….Naja ich finde nicht das Nur Deutsche Spieler in die Starting Five gewählt wurden. Außerdem haben bis auf Jan es alle verdiehnt ins All Star Team zu kommen. Vor allem Konrad Wysocki der diese Saison fast ein Double Double hin legt. Die wahlbeteiligung ist echt nicht so hoch leider, das sit bestimmt auch der Grund warum Jan es ins Team geschafft hat. Bin mal gespannt wen die Trainer nominieren werden.

mr23
mr23 25. Dezember 2007 um 18:56 Uhr

ich finde,dass 3 spieler pro team zu wehnig ist.so passiert es,dass spieler wie ex nba baller dijon thompsen oder nationalstarter ademola okulaja nicht dabei sind!!!

student@work
student@work 25. Dezember 2007 um 22:10 Uhr

was soll okulaja auf dem Allstarday?

presidentsamy
presidentsamy 26. Dezember 2007 um 1:44 Uhr

beweisen, dass es den deutschen basketballfans um identifikation geht und nicht um stats.
und spass bringen, weil er spass hat.
was soll shaq dieses jahr statistisch beim asg? aber er ist halt jemand, der viel spass bringt und den jeder kennt. wie adi.

TuRonN
TuRonN 2. Januar 2008 um 1:54 Uhr

anscheind bringen stats Fans spaß sonst hätten sie nicht so gewählt

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