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Bank Shots: Es ist ein L in Ulm

10.04.2017 || 11:22 Uhr von:
Bayern München, Bryce Taylor
Der FC Bayern München brachte ratiopharm ulm die erste Saisonniederlage bei. Wie den Bayern dies gelang? Bryce Taylor, der Pick-and-Roll-Defense und einem tiefen Kader sei dank.

methandienone dianabolos Auf den „Schleudergang“ zur Beko BBL folgen die „Bank Shots“ zur easyCredit BBL. Beobachtungen zu den Spielen der deutschen Beletage samt Crunchtime-Aktionen („Money“), Taktikfunden („Hedge-Funds“), Spielerbewertungen („Ratingagentur“), Negativserien („Kredit verspielt“), Leistungen von Nachwuchsspielern („Junior Depot“), Rekorden und Zahlen („Kontostand“) sowie Tipps zum easyCredit BBL-Manager („Managerboni“) in losem – easy – Rhythmus.

Ratingagentur: Bryce Taylor

buy online techsmith camtasia studio 8 Manche Stimmen behaupten, Bryce Taylor sei unter Sasa Djordjevic noch nicht so richtig im Münchener Team angekommen. Gut, da stehen die durchschnittlich 21,3 Minuten in dieser Saison, die geringste Einsatzzeit Taylors während seiner vierjährigen Bayern-Zeit sowie die zweitniedrigste seiner achtjährigen BBL-Laufbahn. Und klar, auf Grund des Aufstiegs eines Maxi Klebers oder der primären Spielmacherrolle eines Reggie Reddings am Flügel mag Taylor, auch mit einer Bankrolle ausgestattet, weniger im Rampenlicht stehen. Doch man sollte sich von diesem gefühlten Eindruck nicht täuschen lassen: Taylor agiert effizient wie eh und je und ist zur Stelle, wenn man ihn braucht.

anti estrogen arimidex Das hatte ratiopharm ulm schon im EuroCup-Rückspiel Anfang Februar erfahren müssen, als der Flügelspieler per theatralischem Buzzerbeater-Dreier eine Verlängerung erzwungen und seinem Coach Djordjevic den Spieler Sasa herausgekitzelt hatte. Und für die erste Saisonniederlage Ulms im Ligabetrieb zeichnete Taylor ebenso verantwortlich: 21 Punkte legte der 30-Jährige auf, 15 davon in der zweiten Halbzeit und trotz einer Nullnummer nach 16 Spielminuten.

http://www.nursesnow.com.au/oem/download-ashampoo-office-2010.html download Ashampoo Office 2010 Taylors scheinbare Unscheinbarkeit lässt sich dabei auch offensiv einsetzen: per Screen-the-Screener-Aktion. Aus ein solcher Aktion netzte Taylor Mitte des zweiten Viertels seinen ersten Dreier ein. Tief unter dem Korb stellt er einen Cross-Screen für Maxi Kleber, der sich im Low-Post positioniert – sowohl Taylors als auch Barthels Verteidiger betrachten das als Gefahr und orientieren sich zum Bayern-Big-Man.

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methandienone steroidology Doch die Münchener wollen Kleber nicht unbedingt in Szene setzen („Misdirection-Play“ heißt das im Fachjargon) – stattdessen stellt kurz darauf Devin Booker einen Down-Screen für Taylor, der zur Dreierlinie rotiert. Das ist die Screen-the-Screener-Aktion, dem Blocksteller wird selbst ein Block gestellt. Taylor nutzt die Zehntelsekunden der doppelten Ulmer Bewachung gegenüber Kleber und trifft den Dreier.

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clomid cycle Auf solche Screen-the-Screener-Aktionen griff Djordjevic öfter zurück. Taylor mittels ballferner Blöcke einzusetzen, ist derweil nichts Neues und haben wir auch unter Svetislav Pesic bei den Bayern gesehen – es verdeutlicht in dieser Saison dennoch mehr denn je, welche Waffe der Flügelspieler damit ist bzw. welche Rolle er bekleidet. Im Boxscore stehen für Taylor letztlich nur ein mickriger Rebound und kein Assist. Na und?! Taylor ist ein Spot-up-Schütze und eine off-screen-Option par excellence, der zudem immer noch für eine konstante Verteidigungsarbeit zu haben ist – und der einfach kaum Fehler macht: 574:29 Minuten steht Taylor in dieser Saison auf dem Hartholz, und hat nur 15 Ballverluste verzeichnet. Nur Philipp Schwethelm geht bei gleicher Turnoverzahl ein wenig mehr Minuten (580:53).

http://www.nursesnow.com.au/oem/buy-online-intuit-quickbooks-for-mac-desktop-2016.html buy Online Intuit Quickbooks For Mac Desktop 2016 Effizienz im BBL-Duden? Bitte mit dem Anlitz Taylors daneben. In der vergangenen Saison stellte Taylor bereits eine „50/ 40/ 90“-Saison auf, die bezüglich Quoten aus dem Feld, von der Dreierlinie und der Freiwurflinie den Club für besonders hochprozentige Schützen öffnet. Und auch in dieser Spielzeit befindet sich Taylor auf Kurs dieser Meisterleistung. Die BBL zeigt uns folgende Statistik leider nicht auf, doch in der NBA haben es in der Geschichte nur zwei Spieler geschafft, in zwei Saisons in Folge eine „50/ 40/ 90“-Saison zu markieren: Larry Bird und Steve Nash. Wäre doch eine schöne Gesellschaft.

 FG%3FG%FT%eFG%TS%
Steve Wachalski54,550,795,571,875,0
Jordan Hulls51,251,793,666,569,6
Bryce Taylor53,948,291,965,368,5
Drei Spieler weisen derzeit eine solche „50/ 40/ 90“-Saison auf, wobei Wachalski eigentlich zu selten an der Linie steht und aus dem Feld trifft, um berücksichtigt zu werden.

http://www.nursesnow.com.au/oem/cheap-autodesk-3ds-max-2014.html cheap Autodesk 3ds Max 2014 Ratingagentur: BBB+

Hedge Funds: Pick-and-Roll-Defense

Vorsicht, es wird dreckig, es geht kurz in den „Informationsmüll der digitalen Welt“. Mit Ulm und Bayern trafen die beiden Teams aufeinander, die im Schnitt die meisten Punkte erzielen – und dennoch wurde es eine defensivgeprägte Partie. Bamberg und Frankfurt kassieren im Saisonschnitt weniger Zähler als die Münchener, die stellen dennoch die effizienteste Verteidigung: 96,6 Punkte pro 100 Ballbesitze (im Kalenderjahr 2017 nur 89,8). Und auch die Ulmer sind längst nicht mehr ein reines Offensivteam. Werte zu normieren, um sie damit auf eine Vergleichsbasis zu stellen, ist nicht wirklich „Advanced“ – etwas auf den gleichen Nenner zu bringen, eher Mathematik 5. Klasse-Niveau.

Was Djordjevic defensiv vor allem gefallen haben wird: Die Münchener hielten den Ligatopscorer Raymar Morgan (18,9 PpG, 57,7% FG, 5,9 FTA über die Saison) bei elf Zählern, einer Quote von 35,7 Prozent aus dem Feld und nur einem Auftritt an der Linie. In der ersten Hälfte wussten die Ulmer ihren Big Man noch gut in Pick-and-Roll-Situationen in Szene zu setzen, in der zweiten Halbzeit nutzte Morgan als Roll-Man aber nur noch eine Possession.

Mit agilen Big-Men-Verteidigern hedgten die Münchener gerne mal das Pick-and-Roll. In folgender Aktion wollen die Bayern Ulms Aufbauspieler Braydon Hobbs zur Seitenauslinie drängen, der lässt sich durch das drohende Doppeln aber nicht aus dem Konzept bringen und geht über den dritten Mann an der Seite. Statt also direkt den abrollenden Morgan zu bedienen, nutzen die Ulmer mit einem zusätzlichen Mann einen bessen Winkel für den Pass auf Morgan. Doch die Help-Defense der Bayern steht gut – Vladimir Lucic rotiert in die Zone und zieht das Offensivfoul.

Bayern München Defense

Apropos: Welch effektives Spiel erneut von der Münchener Allzweckwaffe. Hier mal ein Pick-and-Roll als Ballführer, dort der perfekt getimte Baseline-Cut, dann der Spin-Move im Post-up oder der Sprungwurf nach einem ballfernen Block – kein Wunder, dass Lucic die meisten Minuten bekam.

Während die Ulmer das Pick-and-Roll häufiger switchten als die Bayern, agierten die Gäste hier auch mal konservativer – mit einem absinkenden Big Man. Das tat beispielsweise Maik Zirbes in folgender Aktion. Karsten Tadda nutzt den Block Morgans nicht und dribbelt zur anderen Seite, womit die gegnerische Verteidigung überrascht werden kann. Zirbes steht aber tief und könnte Tadda aufnehmen. Derweil sieht man im Screenshot gut den kommunizierenden Bryce Taylor, der abgesunken auf der Weakside die Ulmer Rotationen im Überblick hat.

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Zirbes kann abgesunken Morgan am Korb aufnehmen und mit seinem Körper den Wurf erschweren. Zusätzlich ist Bryce Taylor als Help-Verteidiger zur Stelle. Bei einem schnellen Kickout-Pass nach dem Catch hätte Morgan die Bayern um Nick Johnson vor Probleme stellen können, doch der Bayern-Guard kann anschließend gut zwei Ulmer Spot-up-Optionen rausnehmen; er macht hier als erstes den Closeout zu Per Günther.

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Die Kombination aus unterschiedlichen Defensivarten, die Möglichkeit, viele Verteidiger gegen Morgan zu stellen, schien den Ulmern und ihrem Topscorer nicht so gut zu bekommen. In der zweiten Halbzeit versuchte es Morgan immer wieder im Eins-gegen-Eins gegen Zirbes, um mit dem Gesicht zum Korb aus der Mitteldistanz abzuschließen – doch der Sprungwurf wollte nicht fallen. Und auch wenn Morgan durchaus mal den Dreier nehmen und treffen kann, sollte er nicht als Spot-up-Option auf der Weakside warten, woraus er zweimal abschloss.

Kontostand: Bayerns Tiefe

„Bayern München ist die derzeit tiefste Mannschaft der Liga: zwölf Spieler, die ohne Weiteres 25, 30 Minuten gehen können, die auch in fast jedem anderen Verein Starter wären“, machte Ulms Coach Thorsten Leibenath vor dem Spiel bei Telekom Basketball deutlich. Und Leibenath sah seine Aussage in der Tat Realität werden – wenn er dies auch nur zum Teil von der Seitenlinie aus verfolgte konnte (die Bank Shorts sind eine Analyseformat, und keines der Schiedsrichterbeurteilung, aber zur Information: Leibenath wurde von Steffen Neubecker bereits bei drei Minuten im ersten Viertel zu spielen ein Technisches Foul angedroht, womit folglich das letztliche T schneller würde gepfiffen werden).

Als Leibenath in den Katakomben verweilte, standen Nihad Djedovic und Maik Zirbes mitten in der Rotation – nachdem sie in der ersten Halbzeit gar nicht die Bank verlassen hatten. Zirbes gab den Bayern einen frische Option für die Defense gegen Raymar Morgan, der sich im Eins-gegen-Eins weniger Vorteile gegenüber Zirbes erspielen konnte als man das annehmen durfte.

Das Spiel zu Ende brachte auf der Aufbauposition Dru Joyce in seinem vierten Einsatz für die Münchener. Anton Gavel musste in den letzten 15 Minuten nicht mehr eingreifen. Währenddessen teilten sich Joyce und Nick Johnson in der ersten Hälfte auch mal das Parkett. Ja, die Bayern sind verdammt tief und scheinen trotz der beiden jüngsten Nachverpflichtungen auch schon vertraut in ihren Rotationen (wie justiert sich hierbei Bamberg nach dem EuroLeague-Aus?). Variabilität ist Trumpf im System Sasa Djordjevics. So agierte Vladimir Lucic, dessen Bedeutung in den vergangenen Bank Shots herausgestellt wurde, meist auf der Vier.

Folgende Tabelle veranschaulicht die Minutenverteilung der Bayern im Spiel gegen Ulm. Im Saisonschnitt erhalten zwölf Spieler eine Einsatzzeit zwischen 12:33 und 23:46 Minuten, sieben Akteure erzielen dabei zwischen 9,1 und 10,0 Punkten. Zu Beginn wurde Taylors Unscheinbarkeit angesprochen – doch er ist derzeit Münchens Topscorer. Bei keinem BBL-Team weist der beste Punktesammler einen niedrigeren Wert auf als bei den Bayern (bei Bamberg steht Fabien Causuer bei 10,9 PpG) Absurd. Absurd tief.

Bayern München

Leibenaths zu Beginn aufgegriffenes Zitat ging übrigens noch weiter: „Diese Tiefe wird sich mit Sicherheit bemerkbar machen.“ Das tat sie nicht nur punktuell im Spiel gegen Ulm, das wird sie auch in den Playoffs. Auch wenn die Münchener „nur“ als Tabellendritter in die Endrunde gehen sollten, sie sind ein klarer Meisterschaftsanwärter.

Bank Shots: Es ist ein L in Ulm
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