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„Mein Vater hat mich dazu gebracht, das Spiel zu lieben“

13.10.2016 || 19:28 Uhr von:
Causeur
Familie, Vorbilder, neue Rolle und gutes Bier: Im Gespräch mit basketball.de zeichnet Fabien Causeur seine Karriere nach und erzählt, wie ihn Trinchieri nach Bamberg gelockt hat.

basketball.de: Gegen Frankfurt hast du dein erstes Ligaspiel für Brose Bamberg bestritten. Wie hast du es erlebt?

Fabien Causeur: Zuerst einmal war das ein besonderer Moment für mich, weil ich lange kein Spiel mehr bestritten habe. Zum Ende der letzten Saison war ich ja verletzt. Es war eine neue Erfahrung, weil ich hier in einem neuen Team spiele. Die Fans haben mich fantastisch begrüßt, die Atmosphäre war großartig, das hat mir sehr gut gefallen. Die vollen 40 Minuten lang haben uns die Fans unterstützt; auch als das Spiel im letzten Viertel entschieden war, haben sie uns noch nach vorne getragen. Alles in allem war das Spiel eine tolle Erfahrung, genauer: eine tolle erste Erfahrung, und jetzt kann ich es nicht erwarten, mehr davon zu bekommen.

Letzte Saison warst du am Rücken verletzt?

Ja. Die letzten Wochen der vergangenen Saison waren sehr hart für mich. Ich war frustriert: Ich konnte beim Final Four nicht mitspielen, und bei der Nationalmannschaft konnte ich auch nicht sein.

Also habe ich den ganzen Sommer nur daran gedacht, endlich wieder Basketball spielen zu können und wie das Gefühl sein wird, das ich dann verspüren werde. Ich habe den ganzen Sommer gearbeitet, um bereit zu sein, und jetzt bin ich so glücklich. Ich genieße es, wieder Basketball spielen zu können und damit zu tun, was ich liebe.

Ist dein Rücken wieder geheilt?

Ja, das ist er. Ich mache viel Vorsorge, damit das nie zurückkommt. Rückenprobleme können von einem auf den anderen Tag zurückkommen, deshalb arbeite ich sehr viel mit den Trainern und lasse mich behandeln. Einfach, um nicht zu viel darüber nachdenken zu müssen. Ich will nicht einfach warten, bis die Schmerzen wiederkommen, also nehme ich das sehr ernst. Es wird alles gut sein.

Frühe Kindheit und die Bedeutung der Familie

Das ist schön zu hören. Erzähl‘ uns ein bisschen von deinen Anfängen als Basketballer. Was sind deine ersten Basketball-Erinnerungen?

Ich habe mit vier Jahren angefangen, Basketball zu spielen, aber daran kann ich mich nicht erinnern. Meine Eltern haben mich damals gefilmt, deshalb habe ich Videos von meinen Anfängen sehen können. Ich habe den Ball nicht einmal berührt, ich bin nur hoch und runter gerannt. (lacht) Es interessierte mich damals überhaupt nicht, wie man Basketball richtig spielt. Ich hatte nur so einen riesigen Bewegungsdrang, deshalb mussten mich meine Eltern rennen lassen.

Als ich sechs Jahre alt war, wurde mein Vater mein Trainer. Er hat mich dazu gebracht, das Spiel zu lieben. Ich erinnere mich, dass ich zu den Spielen meiner Eltern gegangen bin und ich immer einen Basketball dabei hatte. Damit bin ich aufgewachsen. Ich würde sagen, ich hatte es in meinen Genen, so wie meine Eltern. Meine ganze Familie spielte Basketball, und so habe auch ich damit angefangen.

Erinnerst du dich, was dir damals so gut daran gefallen hat?

Ich habe es geliebt, meiner Mutter beim Spielen zuzusehen. Ich war während der Spiele der größte Fan meiner Mutter. Das war eine tolle Erfahrung für mich. Eines Tages wollte ich genauso sein, ich wollte auf dem Parkett stehen und mit Erwachsenen spielen. Wenn du ein Kind bist, willst du immer bei den Erwachsenen dabei sein.

Kommen sie dich mal besuchen?

Natürlich! Im Oktober werden sie nach Bamberg kommen. Das Spiel gegen Frankfurt haben sie zu Hause geschaut, und sie meinten nachher: „Oh, die Bildqualität ist so großartig!“ Sie waren sehr glücklich. Meine Mutter war am Telefon sogar ein bisschen gerührt. Weißt du, als ich verletzt war, war das auch für sie sehr hart. Sie versuchten, mir gegenüber positiv zu sein, aber zur gleichen Zeit waren sie traurig, weil sie wollen, dass ich glücklich bin und spielen kann. Deshalb war meine Mutter so super glücklich. Nicht nur wegen des Sieges, sondern auch, weil ich endlich wieder Basketball spielen konnte.

Hier in der Arena werden auch die Eltern der Spieler sehr freundlich begrüßt. Es kann also gut sein, dass deine Eltern bald auch einen Willkommens-Applaus bekommen.

Oh, das wird sie freuen! Das wird schön, ich freue mich schon. Ich bin sicher, dass sie die Atmosphäre lieben werden. Ich liebe die Vorstellung der Spieler, wenn der Hallensprecher den ersten Namen sagt und die Fans dann zusammen den Nachnamen rufen.

Gegen Frankfurt hat der Hallensprecher aber vorsichtshalber noch deinen kompletten Namen gesagt.

Oh, das habe ich nicht mitbekommen! (lacht) Ich war so konzentriert auf das Spiel, und die Leute sagten zu mir: „Nimm das Kind, lauf da lang!“, und ich sagte nur: „Ok!“ (lacht) Weil ich der erste war, konnte ich niemandem nachlaufen. Deshalb konnte ich den Moment dieses Mal noch nicht so genießen, aber das nächste Mal auf jeden Fall. Auf dem Feld habe ich den anderen Namen dann zugehört, das war sehr schön.

Diese Saison spielst du zum ersten Mal mit der Nummer 1, zuvor trugst du immer die Nummer 5. Was bedeutet dir das?

Nachdem ich in Bamberg unterschrieben hatte, sah ich mir den Kader und die Nummern an und erkannte, dass bisher niemand die 5 trug. Ich war glücklich und fragte den Manager: „Kann ich die 5 haben?“, und er sagte: „Nein.“ (lacht) „Sie ist weg, du kannst sie nicht nehmen.“ Ich fragte warum, ich will sie aber unbedingt … am Ende habe ich dann die 1 genommen. Ich denke, das ist eine gute Nummer. Ich habe meine Freundin am ersten Januar kennengelernt, deshalb ist das für mich ein besonderer Tag. Sie ist auch glücklich damit, dass ich die 1 gewählt habe.

Und welche Bedeutung hat die 5?

Ich habe damit begonnen, die 5 zu tragen, als ich fünf Jahre alt war und gerade anfing, Basketball zu spielen. Diese Nummer behielt ich während meiner ganzen Karriere, deshalb ist es ein großer Schritt für mich, nun zu wechseln.

Idole und die linke Hand

Du hast mal in einem Interview erzählt, dein Idol früher war Jim Bilba?

Ja, er war eines meiner Idole in Frankreich. Ständig habe ich seine Spiele geschaut. Er war in Lyon aktiv, einem der besten Teams der Neunziger. Als ich zwölf Jahre alt war, traf ich Bilba im Rahmen eines Turniers und machte ein Foto mit ihm. Als ich meinen Profivertrag in Cholet unterschrieb, war er Assistenz-Trainer. Diese Entwicklung war wirklich lustig: Einen Menschen zu sehen und zu sagen: „Wow, fantastisch“, und dann trainiert er dich. Das war eine besondere Beziehung und ich habe immer noch Kontakt mit ihm. Es ist wirklich schön, all diese Leute zu beobachten … ich erinnere mich, wie ich Juan Carlos Navarro am TV-Gerät verfolgt habe, und dann spielte ich plötzlich gegen ihn. Das ist unglaublich.

Gibt es noch mehr Idole oder Spieler, denen du einfach gerne zusiehst?

Ja, ja! Manu Ginobili! Ich bin Linkshänder, deshalb habe ich seine Spielweise ganz genau verfolgt. Er ist so gut. Es gibt immer ein paar besondere Spieler. Wenn man aktuell Stephen Curry zusieht, wird man einfach zum Fan, weil er so ein erstaunliches Talent hat. Aber als ich ein Kind war, waren es Ginobili, Navarro und der Franzose [Antoine] Rigaudeau, der in Italien gespielt hat. Es gibt sehr viele Spieler, denen ich wahnsinnig gerne zusehe.

Ich glaube, du hast einen sehr guten Job gemacht in der Beobachtung und Nachahmung von Ginobili. Denn Andrea Trinchieri wurde in einem Interview von Michael Körner gefragt, welchen NBA-Spieler er in sein Team holen würde, wenn er sich einen beliebigen aussuchen dürfte…

Er hat Ginobili gewählt! (lacht)

Genau.

Ich denke, wenn man Linkshänder mag, ist Ginobili einfach einer der besten. Jetzt gibt es noch James Harden, aber davor war Ginobili der beste der gesamten NBA.

Glaubst du, es ist eine Stärke, Linkshänder zu sein?

Ich denke, für mich ist es das, weil ich in meinem Spiel sehr viel über die linke Seite gehe. Damit kann man die Verteidiger manchmal überraschen, weil sie es gewöhnt sind, gegen Rechtshänder zu spielen. Auch für mich ist es leichter, gegen Rechtshänder zu spielen, einfach aus Gewohnheit. Gegen einen Linkshänder muss ich mehr überlegen, man muss sich beim Verteidigen generell mehr konzentrieren. Ich denke, Linkshänder zu sein, ist besser.

Werden wir auch deine rechte Hand mal sehen?

Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. (lacht) Ich hoffe es für euch! Wenn ich mit der rechten Hand punkte, werde ich euch so drauf aufmerksam machen! (hebt die rechte Hand und winkt)

Elf Jahre Profi, drei Stationen

Du hast deine Karriere schließlich in Le Havre gestartet. In Deutschland wird viel diskutiert: Wie helfen wir jungen Spielern, den Sprung zu den Profis gut zu schaffen? Wie war das bei dir?

Ich war in einer besonderen Situation. Ich war 20 Jahre alt, als ich meinen ersten Profivertrag unterschrieb. Mir bot sich eine unglaublich tolle Möglichkeit: Le Havre war ein Team mit sehr kleinem Budget, und beide Guards auf meiner Position verletzten sich in der Vorbereitung. Der Verein hatte nicht genug Geld, noch einen Spieler zu verpflichten, also sagten sie: „Okay, du bekommst deine Chance, Fab!“ Die Geschichte geht so weiter, dass ich wirklich gut gespielt habe in den ersten Partien, also sagten sie: „Okay, wir werden niemanden mehr verpflichten. Wenn wir Geld sparen können und gleichzeitig einen jungen Spieler fördern: Lasst uns das machen.“ Am Ende der Saison hatte ich im Schnitt 27 Minuten pro Spiel auf dem Parkett gestanden. Ich hatte also die Chance, in einer Liga zu spielen, die sicher nicht die beste in Europa ist, aber zu dieser Zeit für mich ideal war. Weil, wenn man jung ist, dann muss man spielen. Dabei sammelt man Erfahrung. Ich hatte also wirklich Glück damals.

Ich denke aber, hier in Deutschland wissen sie, wie man aus jungen Spielern wie [Louis] Olinde und Leon [Kratzer] Profis macht. Sie bringen die Talente dazu, sehr hart zu arbeiten, und das jeden Tag. Ich denke, diese Spieler werden mal sehr gut sein.

Vier Jahre in Le Havre, drei Jahre in Cholet, vier Jahre in Vitoria – warum hast du in deiner Karriere immer so lange Verträge unterschrieben? Das ist sehr untypisch für einen in Europa aktiven Basketballprofi.

Ich habe mich immer für Stabilität und Sicherheit entschieden. So bin ich einfach. Ich mag das nicht, wenn man für ein Jahr unterschreibt und dann den Druck hat, ununterbrochen super zu spielen. Wenn es mal nicht so gut läuft, steckt man in einer schwierigen Situation; wenn es gut läuft, ist alles perfekt. Man weiß nie, was passiert: Verletzungen oder ein Trainer kann letztendlich nichts mit dir anfangen. Ich habe immer lange Verträge gewählt und denke, das war es wert. In jeder Stadt hatte ich wirklich tolle Erfahrungen. Ich bin so, ich mag Stabilität. Ich mag es, wenn ich das Team, in dem ich spiele, wirklich gut kenne. Genauso ist es auch mit den Fans. Vitoria hat sich in meinem letzten Jahr angefühlt wie mein Zuhause. Ich hoffe, hier wird es genauso.

Du sagst, du möchtest gerne Euroleague spielen. In Bamberg ist das abhängig von der Meisterschaft. Was muss passieren, damit du die vollen zwei Jahre bleibst?

Als mein Vertrag in Vitoria ausgelaufen ist, habe ich meinem Agenten gesagt: Ich will Euroleague spielen. Das ist sehr wichtig für mich. Nicht, weil es hier am meisten Geld gibt, sondern weil ich in der besten Liga spielen will. Als Spieler will man sich immer mit den Besten messen, deshalb war Bamberg eine tolle Chance für mich. Ich habe mit dem Trainer gesprochen, und er hat sehr nette Sachen gesagt, um mich nach Bamberg zu holen. Bamberg ist eine gute Entscheidung. In der Zukunft wird es denke ich immer so sein: Wir müssen in der Euroleague spielen, und auch da bleiben. Ich will meine Karriere mit 200 Euroleague-Spielen beenden, weißt du. Das ist sehr wichtig für mich.

Dein Spiel hat sich über die Jahre ganz schön gewandelt: In Cholet warst du MVP der französischen Liga und hast den Ball viel kontrolliert – in Vitoria dagegen warst du mehr der Shooting Guard. Was ist passiert? Und wie bewertest du diese Entwicklung?

In Vitoria war meine Rolle eine komplett andere als in Cholet. Damals war ich der Playmaker, das heißt, der Ball kam immer erstmal zu mir. In Vitoria spielte ich wirklich als Shooting Guard, in einer Saison sogar als Small Forward. Ich stand mehr in der Ecke. Ich denke, für mich ist es am besten, wenn ich Pick-and-Rolls spiele und eingebunden bin in die Systeme. Hier unter Trinchieri fühle ich mich stark eingebunden, der Ball kommt häufig in meine Hände.

Ich muss aber noch viel lernen: Er bringt mir bei, als Point Guard zu spielen, weil er will, dass ich auch auf dieser Position helfe. Ich habe das ein wenig verlernt, weil ich vier Jahre lang nicht als Point Guard gespielt habe. Deshalb ist es gut, wenn Trinchieri mich wie gegen Frankfurt viele Minuten spielen lässt. So bekomme ich mehr Verantwortung und kann die angesprochenen Dinge verbessern.

Eine neue Rolle im Basketballsystem Trinchieris

Also gefällt dir deine neue Rolle in Bamberg nun besser als die der vergangenen vier Jahre?

Natürlich. Das ist auch einer der Gründe, warum ich hierher gekommen bin. Der Trainer sagte zu mir: „Fab, du wirst wichtig für uns sein, du wirst den Ball in deinen Händen halten.“ Das ist eine tolle Chance, weil dir das nicht viele Trainer sagen. Oft sagt der Coach, dass du bekommen wirst, was das Team dir gibt. Natürlich stimmt das auch, aber Trinchieri hat mir außerdem gesagt: „Wir spielen für dich und helfen dir, dein Spiel zu verbessern.“ Das sind so Worte, die etwas bewirken. Nach der Unterhaltung fühlte ich: „Ok, hier werde ich hingehen.“

Nach den Spielen, die ich von Vitoria gesehen habe, und nun dem Spiel gestern gegen Frankfurt: Sieht aus, als wäre das hier wirklich eine neue Situation für dich.

Ja, das stimmt. Ich spielte vorher wirklich nur wie ein Schütze – ich wartete auf den Ball und warf. Wie du gestern gesehen hast, ist das hier komplett anders. Ich habe den Ball viel in meinen Händen, das ist sehr gut für mich.

Was sind die Unterschiede zwischen Andrea Trinchieri und Vladimir Perasovic, deinem vorherigen Coach?

Sie sind komplett unterschiedlich. Als Coach und als Person. Bei Andrea geht es viel mehr um Taktik, viel mehr um klugen Basketball. Unter Perasovic ging es vor allem um Intensität; er wollte, dass wir zu jedem Zeitpunkt mit voller Intensität spielten. Er erwartete hohen Druck am Ball und dass wir die Passwege zumachen. Hier geht es eher um die richtige Position. Wir müssen defensiv sehr aufmerksam sein: Was wird ihr nächster Zug sein, wen muss ich jetzt verteidigen. Das ist mehr Arbeit für das Gehirn als für die Beine. Es ist wirklich total unterschiedlich.

Macht es das schwieriger, hier reinzufinden? Weil Trinchieri so intelligenten Basketball spielen lässt?

Manchmal, nach dem Training, kommt der Coach zu mir herüber und spricht mit mir, weil er sieht, dass ich frustriert bin. Ab und zu bin ich frustriert, weil ich Zeit brauche, diesen Basketballstil zu lernen. Das lernt man nicht in dem einen Monat, den wir bisher zusammen trainieren. Es ist ein langer Prozess: Ich brauche vielleicht drei, vier Monate, um alles umsetzen zu können, was er möchte. Aber der Trainer weiß, dass ich hier bin, um zu arbeiten. Ich will mich verbessern, das weiß er und das weiß ich. Deshalb ist das kein Problem.

Was hat Perasovic der Mannschaft vor den Spielen gegen Bamberg und Trinchieri mit auf den Weg gegeben?

Das Rückspiel in Bamberg habe ich ja leider nicht mitgespielt, da war ich schon verletzt. Aber ich kann mich erinnern, dass Perasovic vor dem Hinspiel gesagt hat, dass die Defense der Bamberger sehr kompakt ist. Manchmal lassen sie freie Würfe von außen zu, aber in der Zone geben sie dir keine leichten Punkte. Ein zähes Team, das den Ball ständig bewegt. Das ist das, was ich hier lerne: Die Mannschaft bewegt den Ball wirklich sehr viel. Ich erinnere mich, als wir in Vitoria gegen Bamberg einen klaren Sieg eingefahren haben, hatten sie schon zur Halbzeit etwa zehn offene Dreier. Die haben sie nicht getroffen, aber ihr Passspiel war beeindruckend. Weißt du, Perasovic hat sich eher im Detail auf die einzelnen Spieler bezogen und weniger auf das ganze System. Wir haben uns die Bamberger Systeme zwar angesehen, aber dann wurde er konkreter. Ich weiß noch, dass er sich sehr auf Darius [Miller] konzentriert hat, weil er außergewöhnlich viel Talent hat.

Fabien Causeur: „Ich interessiere mich für alles hier!“

Abschließend vielleicht noch ein paar Fragen zu dir persönlich: Welche Bedeutung haben deine Tattoos für dich?

An den Handgelenken habe ich jeweils ein Kreuz, und auf der Brust habe ich auch ein Tattoo. Die Kreuze habe ich vor drei Jahren stechen lassen, als meine Tante und meine Großmutter verstarben. Deshalb haben die Tattoos für mich eine sehr spezielle Bedeutung. Das auf der Brust sagt etwas wie „Ein Leben, eine Chance“. Für mich bedeutet das: Wenn sich eine große Chance auftut, dann greif zu.

Ist Familie dir also ganz besonders wichtig?

Das ist sie. Wirklich. Das ist der Grund, warum ich es mag, in einer sicheren Situation zu sein. Ich mag es, Freunde zu haben, ich bin gerne in Kontakt mit anderen Menschen. Meine Familie ist mir sehr wichtig, und wenn sie Zeit haben, organisiere ich es immer so, dass wir uns treffen können. Wie zum Beispiel an Weihnachten, da brauche ich sie einfach an meiner Seite. Auch im Sommer verbringe ich immer Zeit mit ihnen. Mit meinen Eltern gehe ich auch zusammen in den Urlaub, das tut mir gut.

Auf der Homepage beschreibst du dich als „interessiert“. Was für Pläne hast du in Deutschland?

Ich interessiere mich für alles hier, weil das Land neu für mich ist. Es ist das erste Mal, dass ich für längere Zeit hier bin. Während des Final Four war ich mit meinem Team zwei Tage in Berlin, da bin ich nur ein wenig herumgelaufen. Ich muss noch abwarten – ich hoffe, wir haben überhaupt ein paar Tage frei. (lacht) Dann kann ich mich ein bisschen umsehen und das Land genießen, weil ich die deutsche Kultur bisher noch nicht gut kenne. Bisher frage ich meine Mitspieler nach guten Restaurants und wo ich gutes Bier finde…

Oh, das wirst du hier ganz schnell finden.

Ja, ich weiß, das habe ich schon. (lacht) Außerdem möchte ich zumindest ein bisschen Deutsch lernen, aber die Sprache ist so schwierig. Nicht vergleichbar mit Französisch oder Spanisch oder Italienisch, da verstehe ich alles. Deutsch ist ganz anders. Meine Freundin beginnt nächste Woche ihren Sprachkurs – ich hoffe, sie kann mir dann helfen, wenigstens ein bisschen Deutsch zu lernen.

„Mein Vater hat mich dazu gebracht, das Spiel zu lieben“
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