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Auf die zwölf!

07.02.2016 || 13:19 Uhr von:
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Die FRAPORT SKYLINERS haben beim 91:60 gegen die Eisbären Bremerhaven leichtes Spiel und feiern den wettbewerbsübergreifend zwölften Sieg in Folge.

Die FRAPORT SKYLINERS bestätigen, dass sie eines der heißesten Teams der Liga sind. Die Eisbären Bremerhaven, an diesem Abend aber zugegeben auch mindestens eine Klasse tiefer, mussten dies am eigenen Leibe erfahren. Man könnte wohl nahezu 100 Gründe für den starken Auftritt ausmachen, aber an den folgenden fünf Dingen hat es vor allem gelegen, dass die Hessen durch den eigenen Sieg und die gleichzeitige Niederlage von ALBA Berlin gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg nun auf dem dritten Tabellenplatz rangieren.

1. There is no „I“ in „TEAM“

33 Würfe aus dem Feld haben die FRAPORT SKYLINERS für ihre 91 Punkte verwandelt, 26 davon ging ein Assist voraus. Das Ballmovement der Frankfurter war teilweise eine Augenweide; Jordan Theodore führte erneut klug Regie (sieben Assists, zwei Turnover), mit Philip Scrubb (fünf Vorlagen) und John Little (vier) sammelten auch zwei weitere Guards kräftig Assists. Der Ball lief – bis auf eine kurze Ausnahme im zweiten Viertel – immer sehr flüssig; die Frankfurter fanden im Verlauf des Spiels auch immer öfter in ihre Set-Offense, und wenn das passiert, dann passieren auch meistens gute Dinge. Die Defense der Eisbären, die sowieso nicht gerade den besten Ruf der Liga hat, kam nicht hinterher, die Dreierschützen der Frankfurter wurden,unerklärlicherweise, ein ums andere Mal ganz frei in der Ecke stehen gelassen oder – als sie sogar schon den Ball hatten – gar nicht erst angegangen.

2. Mainsplashers

Was passiert, wenn man Typen wie Aaron Doornekamp, Philip Scrubb oder Quantez Robertson frei an der Dreierlinie stehen lässt, hätte eigentlich auch Eisbären-Coach Chris Harris wissen müssen. 29 Mal versuchten es die Hessen von jenseits der 6,75 Meter, 14 Mal fiel der Ball durch die Reuse – macht eine starke Quote von 48%. Sieben Frankfurter trafen mindestens einen Dreier, Quantez Robertson war mit vier erfolgreichen Würfen (bei fünf Versuchen) am erfolgreichsten. Dass die Eisbären Mitte des dritten Viertels so dermaßen einknickten, war auch der Tatsache geschuldet, dass sie selbst ihre Dreier nicht trafen. Mit nur zwei erfolgreichen Würfen von Downtown bei 17 Versuchen wird es auswärts ganz schwer, besonders bei dem heimstarken Tabellendritten, den FRAPORT SKYLINERS.

3. Second-Half-Theodore

Drei Punkte, drei Rebounds, zwei Assists, ein Steal, eins von fünf aus dem Feld. Die Stats von Jordan Theodore in der ersten Halbzeit waren etwas – nun ja – mager. Der Point Guard der FRAPORT SKYLINERS fiel im bisherigen Saisonverlauf sowieso nicht unbedingt dadurch auf, dass er dem Spiel von Anfang an seinen Stempel aufdrückte, sondern dass er sich immer mehr in die Partien reinsteigerte. Theodore ist glücklicherweise kein Spieler, der für seine eigenen Statistiken spielt, sondern der genau das tut, was sein Team von ihm braucht. Und in der zweiten Halbzeit brauchte es ihn als Anführer! Denn beim Stand von 36:26 zur Halbzeit war zwar schon eine Tendenz zu erkennen, in welche Richtung das Spiel gehen würde, aber entschieden war noch lange nichts. Umso besser also, dass Jordan Theodore im zweiten Durchgang sein bestes Game zeigte und sowohl am eigenen als auch am gegnerischen Ende des Feldes voranging und seinen Farben zu einem Lauf verhalf, unter anderem mit acht eigenen Punkten in Folge. Nach dem finalen Buzzer standen für den US-Amerikaner dann 16 Punkte, sieben Assists, sechs Rebounds und zwei Steals zu Buche, dazu fünf aus neun aus dem Feld – und diese Stat-Line liest sich doch schon viel besser!

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4. D is Key!

Es mag vielleicht schon ein wenig durchgeklungen sein: Die Eisbären Bremerhaven waren chancenlos. Die FRAPORT SKYLINERS überzeugten auf ganzer Linie, die Gäste aus dem Norden konnten nur in den ersten beiden Vierteln etwas Schritt halten. Offensiv wurden die Frankfurter immer besser (16, 20, 27 und 28 Punkte in den einzelnen Vierteln), und auch die so hoch gepriesene und erfolgreiche Verteidigung des Teams von Gordon Herbert ließ den Hanseaten um Top-Scorer Kyle Fogg (neun Punkte, 3/9 FG) kaum Luft zum Atmen. Lediglich Flügelspieler Larry Gordon (13 Punkte) und der NBA-erfahrene Big Man Tyrus Thomas (zehn Punkte) scorten zweistellig. Auf Seiten der FRAPORT SKYLINERS erzielten Robertson, Theodore, Johannes Voigtmann und Philip Scrubb mindestens zehn Punkte; Aaron Doornekamp und John Little verpassten diese Marke mit acht Zählern nur denkbar knapp. Die 12% von der Dreierlinie wurden ja bereits erwähnt, die 44% aus dem Feld täuschen auch ein wenig über die tatsächliche Wurfausbeute der Eisbären hinweg, wurde dieser Wert durch das Garbage-Time-Gezocke doch noch etwas geschönt. Zur Halbzeit lag diese Quote noch bei 34%, nach drei Vierteln waren es immerhin 40%. Die Hessen schafften es immer wieder, ihre Gäste zu schwierigen Würfen am Ende der Shotclock zu zwingen, ab und zu fielen diese sogar durch den Ring, meistens aber nicht.

5. The Young Guns

Danilo Barthel verletzt, Konstantin Klein verletzt – dann müssen eben die jungen Deutschen übernehmen! Während Johannes Voigtmann mit 13 Punkten, fünf Rebounds, vier Blocks und drei Assists seinen üblichen Teil zum Sieg beitrug, sollten vor allem die Leistungen von Johannes Richter, Max Merz und Stefan Ilzhöfer nicht unerwähnt bleiben. Gerade Richter, der in Anwesenheit Barthels viel Zeit auf der Bank verbringt, stellte einmal mehr unter Beweis, dass er bereits jetzt ein solider Rollenspieler auf BBL-Niveau ist, brachte viel Energie ins Spiel (zwei Offensiv- und drei Defensiv-Rebounds), scorte auch selbst (sechs Punkte) und traute sich vor allem auch selbst etwas zu. Auch Max Merz, der rund acht Minuten auf der Platte stand, und Stefan Ilzhöfer, der fünf Minuten Spielzeit erhielt, spielten gut und belohnten sich jeweils mit Punkten. Jeder Spieler der FRAPORT SKYLINERS trug sich in die Scorer-Liste ein.

Was sonst noch zu sagen wäre 

Die FRAPORT SKYLINERS gewinnen ein Spiel gegen die Eisbären Bremerhaven, dass zwar ab der zweiten Halbzeit nicht mehr von Spannung geprägt war, bei dem die Mainstädter aber auf ganzer Linie überzeugen können. Trotz dem Tanz auf drei Hochzeiten in den Beinen, spielten die Jungs von Gordon Herbert ihren Stiefel über 40 Minuten lang mit einer Zehn-Mann-Rotation herunter. Kein Spieler fiel negativ auf, alle leisteten ihren Beitrag zum nunmehr zwölften Erfolg in Folge. Am kommenden Samstag steht nun das Top-Spiel bei den MHP RIESEN Ludwigsburg an – dann kann die Serie auch auf 13 Siege ausgebaut werden.

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