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Änderungen im BBL-Regelwerk für die Saison 2017/2018

12.07.2017 || 13:01 Uhr von:
Neue Saison, neue Regeln; basketball.de hat die Regeln der letzten Saison mit denen der kommenden Saison verglichen und berichtet über die Änderungen.

Nichts ist so beständig wie die Änderung. Auch zur neuen Saison gibt es wieder einige Neuerungen im Regelwerk der easycredit-BBL. Wir haben die alten Regularien mit den Neuen verglichen und informieren über die Änderungen.

BBL-Spielordnung

Sonderteilnahmeberechtigungen

Die erste Änderung, von der hier berichtet werden soll, betrifft die Sonderteilnahmeberechtigungen. Der Inhaber einer Sonderteilnahmeberechtigung hat eine sogenannte Doppellizenz. Bisher wurden Sonderlizenzen erst für Spieler ab der Altersklasse der U18 erteilt. Neu ist, dass Jugendspieler schon ab der Altersklasse U16 eine solche Sonderlizenz erhalten können.

Ab der Altersklasse U20 bis zur Altersklasse U23 müssen die Spieler künftig Deutsche im Sinne des Art. 116 GG sein oder ihnen gleich stehen (sogenannte Homegrown Player, siehe neue Ausländerregelung).

Geregelt ist auch, dass die Spieler in maximal drei Herrenmannschaften bzw. bei der Altersklasse U23 für maximal zwei Herrenmannschaften aktiv sein können.

Der andere Bundesligist (Kooperationspartner), für den der Doppellizenzspieler im Einsatz sein soll, darf nach wie vor nicht der gleichen Spielklasse zugeordnet sein.

Aushilfslizenz

Neu aufgenommen wurde eine Regelung, die es erlaubt, dass Spieler, die für die 2. Mannschaft oder den Kooperationspartners des Bundesligisten einsatzberechtigt sind, bis zu fünfmal mit einer sogenanntem Aushilfslizenz für den Bundesligisten spielen können. Die Anträge auf Erteilung einer Aushilfslizenz können nur bis 28.02. bzw. 31.03. gestellt werden.

Bisher konnte ein Spieler eines Kooperationspartners bis zu fünfmal eingesetzt werden, musste aber auf dem Mannschaftsmeldebogen stehen.

Neue Ausländerregelung (Homegrown Player)

Ab kommender Saison kann ein Spieler beantragen einem Deutschen gleich gestellt zu werden, d. h. nicht als Ausländer zu zählen, wenn er

  1. vor Erreichen der Altersklasse U15 mindestens für eine Spielzeit eine Teilnahmeberechtigung für einen Verein besessen hat, der während dieser Zeit dem DBB (Deutschen Basketball Bund) angehörte und
  2. er in dieser Zeit aktiv am Spielbetrieb des Deutschen Basketball Bundes oder seiner Gebietsgliederungen (Landesverband, Kreis) teilgenommen hat.

Ähnliches gilt, wenn der Verein dem DOSB (Deutscher Olympischer Sport Bund) angehörte. Spieler zwischen den Altersklassen U15 bis U19 müssen weiterhin drei Spielzeiten am Spielbetrieb für einen Klub, der dem DBB angehört, teilgenommen haben.

Zusätzlich muss der Spieler nachweisen, dass er mindestens drei Jahre für den betreffenden BBL-Klub bzw. dessen Kooperationspartner im Jugendbereich teilnahmeberechtigt gewesen ist. In der letzten Saison hat eine Teilnahmeberechtigung für den Verein ausgereicht. Die Teilnahmeberechtigung als Homegrown Player für die BBL (ProA, ProB) muss wie in der letzten Saison auf einem mindestens zwei Jahre gültigen Vertrag für den Seniorenbereich beruhen. Neu ist, dass dieser Vertrag nicht unterbrochen sein darf.

Die alte Homegrown-Regelung ist im letztem Artikel über die Regeländerungen dargestellt.

Spielbeginn am vorletzten Spieltag

Bisher mussten alle Spiele des vorletzten und letzten Spieltages zur selben Zeit beginnen. Ab kommender Saison gilt dies nur noch für den letzten Spieltag.

Härtere Strafen für das Stellen eines Insolvenzantrages

Stellte ein Klub einen Insolvenzantrag, wurden ihm bisher vier Wertungspunkte abgezogen. Ab kommender Saison ist die Strafe doppelt so hoch: nun werden acht Wertungspunkte abgezogen.

BBL-Standards

Erhöhtes Kampfgericht

Bisher sollten Tische und Stühle des Kampfgerichts auf einem mindestens 0,20 m hohen Podest stehen. Ab kommender Saison muss ein erhöhter Sitz des Kampfgerichtes sichergestellt sein. Dies kann durch bauliche Lösungen wie Podeste oder auch durch Barhocker sichergestellt werden.

Ausfall der 24-Sekunden-Uhr

Fiel die 24-Sekunden-Uhr während des Spiels aus, konnte diese durch eine mechanische Uhr ersetzt werden. Ab kommender Saison ist auch eine digitale Uhr zulässig.

Livebilder auf Videowänden

Neben Werbeeinspielungen in den dafür zulässigen Zeiträumen gemäß Marketing- und Medienrichtlinien dürfen auf Videowänden auch Spielszenen in Echtzeit gezeigt werden.

Ausgenommen waren bisher:

  • der Zeitraum von Auszeiten,
  • das Einspielen von Zeitlupen und
  • das Abspielen von Schiedsrichterentscheidungen.

Ausgenommen ist nunmehr lediglich die Echtzeitübertragung der eigentlichen Auszeit.

Instant Replay

Tool zur Überprüfung bereits getroffener Entscheidungen?

Bisher durften die Schiedsrichter das Instant Replay nur nutzen, wenn sie bereits eine Entscheidung getroffen haben. Dieser Satz wurde nun ersatzlos gestrichen. Das Instant Replay darf künftig auch genutzt werden, wenn der Schiedsrichter noch keine Entscheidung getroffen hat.

Fordern des Instant Replay

Bisher war das Fordern des Instant Replay während des Spiels durch Spieler, Trainer oder Mannschaftsbegleiter nicht zulässig und wurde als unsportliches Verhalten mit einem technischen Foul geahndet. Dieser Satz wurde nun ebenfalls ersatzlos gestrichen.

Neue Einsatzmöglichkeit

Das Instant Replay ist nach wie vor bei folgenden Spielsituationen zulässig:

  • bei erfolgreichen Würfen, ob der Wurf ein Zwei- oder Drei-Punkte-Wurf war,
  • bei Freiwürfen, ob dies ein gültiger ein (1) oder zwei (2)-Punktwurf war,
  • zur Identifikation des richtigen Freiwerfers,
  • um die Beteiligung von Spielern, Trainern, und/oder Mannschaftsbegleitern im Sinne einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei oder mehreren Spielbeteiligten und der Bestimmung der daraus resultierenden Strafe festzustellen,
  • zur Verifizierung  getroffener  Entscheidung  hinsichtlich  der  entsprechenden  Foulart  gemäß  den offiziellen Basketballregeln (Differenzierung persönliches Foul – unsportliches oder disqualifizierendes Foul) bei Verdachtsmomenten von Sportdisziplinverstößen i. S. d. der BBL-Spielordnung,
  • bei Ablauf der Spielperiode und der 24-Sekunden-Uhr, ob der Ball noch in der Hand des Werfers war (bzw. bei Ablauf der 24-Sekunden-Uhr, ob der Ball den Ring berührt hat),
  • bei Ablauf der Spielperiode und der 24-Sekunden-Uhr zur Identifizierung, ob sich ein geahndetes Foul innerhalb der 24-Sekunden- oder Spielperiode ereignet hat,
  • Korrektur der Spieluhr bzw. der 24-Sekunden-Uhr aufgrund eines Bedienfehlers.

Neu ist, dass die Schiedsrichter nun auch kontrollieren dürfen, welcher Spieler einen Ausball verursacht hat.

VIP-Karten für Vertreter des DBB und der BBL GmbH

Bisher hatten nur Präsidiumsmitglieder des DBB, neben dem Präsidium und der Geschäftsführung der BBL GmbH, Anspruch auf jeweils insgesamt vier kostenfreie VIP-Karten pro Spiel. Dieser Personenkreis wurde jetzt auf die Geschäftsführungsebene und den Sportdirektor des DBB sowie den Bundestrainer der A-Nationalmannschaft ausgeweitet.

Sitzplätze für die Gästefans

Wie auch in der Vorsaison muss der Heimklub sieben Prozent der vorhandenen Zuschauerplätze, mindestens 300 Zuschauerplätze, dem Gastklub zur Verfügung stellen. Von diesen Zuschauerplätzen waren 40 Prozent als Sitzplätze anzubieten. Neu eingefügt wurde das Wort „mindestens“, so dass dem Heimklub freibleibt auch mehr als 40 Prozent der Plätze als Sitzplätze anzubieten.

Scoutingberichte

Dem Gastklub sind nach Spielende nach wie vor mindestens drei Scoutingberichte zur Verfügung zu stellen. Dies muss ab kommender Saison nicht mehr in der Gastkabine geschehen. Die BBL hat eine entsprechende Regelung gestrichen.

Scouting-Lizenz

Wie bereits in den letzten Standards angekündigt muss ab kommender Saison mindestens ein Scouter über eine gültige FIBA-Scouter-Lizenz verfügen. Ab der Saison 2018/2019 sogar zwei Scouter.

BBL-Schiedsrichter- und Kommissarrichtlinie

Sachliche Schiedsrichter-Kritik

Ab der kommenden Saison ist öffentliche Schiedsrichter-Kritik durch Vereinsverantwortliche bzw. Trainer zulässig, wenn dadurch dem Transparenzgedanken Rechnung getragen wird. Die Kritiker sollen damit aber so verantwortungsvoll umgehen, dass sie das sportliche Geschehen nicht in den Hintergrund der Berichterstattung drängen. Unsachlich, persönlich verletzende oder unangemessene Kritik steht weiterhin unter Strafe.

Neu aufgenommen wurde auch eine Regelung, die eine Kontaktaufnahme zu Schiedsrichtern ohne vorherige Genehmigung der Verantwortlichen, untersagt.

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